Religion Eschatologie

Auferstehung und Auferweckung im Neuen Testament

Von Sarah Drifte

 

„Als Auferstehung […] wird die Aufrichtung eines oder aller Gestorbenen zu einem ewigen Leben nach bzw. aus dem Tod bezeichnet.“[1]

 

Im Alltag würde dies auch bedeuten, dass man Auferstehung selbst durchführen kann, man aber auferweckt wird von anderen Menschen. Dies hat aber keinen Bezug auf den religiösen Glauben an das ewige Leben und die Auferstehung Jesus durch Gott. Im Evangelium nach Johannes wird von der Auferstehung der Menschen im Allgemeinen gesprochen.    Johannes 5,20 kann man dies auch entnehmen, Auferstehung kann nicht aus der eigenen Kraft heraus entstehen.

 

 

„Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er aus den Toten auferweckt sei, wie sagen etliche unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe? Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt […].  Also ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Verwesung, es wird auferweckt in Unverweslichkeit.  Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft;  es wird gesät ein natürlicher Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen.“ [2] ( 1.Korinther 15,12-13 + 42-44 )

 

Auferstehung meint das erneute Leben allein des Körpers, während sich Auferweckung auf den Geist, die Seele zu beschränken scheint. Auferstehung meint, dass jemand von den Toten wieder lebendig wird, Auferweckung scheint eher mit Aktivität und Leben zusammen zu passen. Das jedoch ist nur eine bloße Vermutung. In der deutschen Fassung wurde das griechische Wort oft entweder mit Auferstehung oder mit Auferweckung übersetzt, es gab keine einheitliche Benutzung.

 

Für die Totenerweckung gibt es 3 Merkmale: [3]

1.Sie muss in relativ kurzem Abstand nach dem Tod passieren

2. Das Wunder der Auferweckung geschieht nur durch Gott oder einem von ihm beauftragten Menschen (Jesus …)

3. Durch die Auferweckung kehrt der ehemals Tote wieder in seinen gewöhnlichen Alltag, bzw. sein normales Umfeld zurück.

Beispiel: Auferweckung des Lazarus (Johannes 11,1-44 )

 

„Das sagte er und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken. […] Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;  und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? […]“

 

Dieses Zitat kann man also so interpretieren, dass wer an Jesus glaubt, auf ihn baut und ihm vertraut ein ewiges Leben zu erwarten hat.

Doch das kann man nicht wörtlich übernehmen, da sonst nicht jeden Tag eine so große Menge an Menschen sterben müsste.

Vielleicht ist damit auch nur eine Auferweckung des Geistes und Körpers in einer anderen Form gemeint, dass heißt das Leben nach dem Tod. Mann kommt zurück zu alten, verlorenen Bekannten und Verwandten und genießt mit ihnen die Ewigkeit des Lebens nach dem Tod.

 

 

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